Wählst du nen OB, tut’s dem Satzbau weh.

Morgen wird in Lingen ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Ich durfte vor einigen Tagen gemeinsam mit einer Kollegin ein Podium mit den beiden Kandidaten moderieren. Wir haben versucht die Unterschiede zwischen den beiden Persönlichkeiten, aber auch den völlig anderen Politikstilen, herauszustellen.
Ich habe großen Respekt vor den beiden Männern, die mit ihrem Engangement – nicht nur im Wahlkampf – zeigen, wie sehr sie für die Politik und diese Stadt brennen.
Einen Tag vor der Wahl kann ich sagen, dass die Stadt weder mit dem Amtsinhaber noch mit seinem Herausforderer untergehen wird. Dafür geht’s Lingen einfach zu gut, dass hier irgendjemand ernsthaft Schaden anrichten könnte.

Außer vielleicht in der Grammatik.

Diese Anzeige in der heutigen Tageszeitung, die eine Wahlempfehlung für einen der beiden Kandidaten enthält, hat mich tief erschüttert.

…WEIL GUT FÜR UNSERE STADT
UND DEN ORTSTEILEN
Klar, dass eine Zeitungsanzeige mit Blick auf das Wahlkampfbudget nicht größer werden sollte als unbedingt notwendig.
Auch beschränkt sich die Umgangssprache ja gerne mal auf die wesentlichen Satzteile.
Aber Subjekte und Prädikate sind wesentlich.
Vielleicht sogar wahlentscheidend.

[EDIT] Ich habe den Post erst nach Schließung der Wahllokale veröffentlicht.

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