Urbanolfaktorische Demenz.

image

Es gibt doch etwas, dass ich vergessen hatte: Wie die Stadt riecht. Der Geruch von Getreidefeldern, von Wiese, Wald und Gülle hat in meinem Gedächtnis offenbar den süßlichen Duft von Currybuden, den würzig-vanilligen Geruch von Coffeeshops und den ölig-schweren Ubahnhofgeruch verdrängt. Kann mich nicht erinnern, dass das bei meinem Umzug nach Berlin 2000 umgekehrt auch so war.

Augen und Ohren sind also noch Berliner, meine Nase offenbar nicht. Ein Zeichen für Zerrissenheit? Nein. Aber wenns die gäbe, würde ich die doppelte Staatsbürgerschaft beantragen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.